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UNSER BESUCH DER IGUAZÚ-WASSERFÄLLE


Der erste Ort, zu dem wir in Brasilien gereist sind, war die Stadt Foz de Iguaçu, direkt jenseits der Grenze zu Paraguay. Eigentlich war diese Reise für uns nicht nur ein Stadtbesuch oder ein kurzer Grenzübertritt. Von Paraguay auf die brasilianische Seite zu wechseln, war für uns der erste Schritt in ein neues Land, in eine neue Atmosphäre und zu einem großen Naturwunder, das wir schon lange sehen wollten. In dem Moment, als wir die Grenze überquerten und die brasilianische Seite erreichten, begann in uns eine leichte, aber deutliche Aufregung. Die Stadt wirkte auf den ersten Blick nicht wie ein sehr großer, komplizierter oder überraschender Ort. Doch für uns hatte sie eine große Bedeutung. Denn dies war die erste Stadt, die wir in Brasilien sahen, und der Ort, zu dem diese Stadt uns führen würde, war eine der beeindruckendsten Naturlandschaften der Welt: die Iguazú-Wasserfälle.

Als wir nach Foz de Iguaçu fuhren, war unser eigentliches Ziel klar. Mehr als die Stadt zu sehen, wollten wir die brasilianische Seite der Iguazú-Wasserfälle besuchen. Die Wasserfälle können sowohl von Brasilien als auch von Argentinien aus besucht werden. Vor der Reise hatten wir Kommentare gelesen. Wir hatten erfahren, dass die argentinische Seite Wanderwege bietet, die näher an die Wasserfälle heranführen, während die brasilianische Seite einen breiteren, panoramischeren Blick und einen Winkel bietet, durch den man die ganze Landschaft auf einen Blick spüren kann. Da wir bei unserem ersten Besuch diese große Naturbühne von vorn und mit all ihrer Majestät sehen wollten, entschieden wir uns für die brasilianische Seite. Später verstanden wir, dass diese Entscheidung für uns wirklich ein richtiger Anfang gewesen war.


Eingangstor des Nationalparks Foz de Iguaçu
Am Eingang des Parque Nacional do Iguaçu, während wir auf unser erstes großes Naturerlebnis in Brasilien zugingen.

Wenn Sie neugierig auf die Geschichte hinter dieser Reise sind, darauf, wer wir sind und wie wir in Südamerika auf die Straßen aufgebrochen sind, können Sie auch einen Blick auf unsere Seite über uns werfen.

Unsere erste Ankunft in Foz de Iguaçu

Foz de Iguaçu liegt im brasilianischen Bundesstaat Paraná, sehr nahe an den Grenzen zu Paraguay und Argentinien. Deshalb befindet sich die Stadt in einer besonderen Region, in der drei Länder Südamerikas einander nahekommen. Da wir aus Paraguay kamen, hatte dieser Übergang für uns noch mehr Bedeutung. Es war, als hätte sich direkt neben der Geografie, in der wir lebten, eine ganz andere Tür geöffnet. Auf der einen Seite war unser Alltag in Paraguay, auf der anderen Seite die tropische Luft Brasiliens, und vor uns wartete ein riesiges Naturwunder.

Auch wenn die Stadt nicht sehr groß wirkte, war sie an diesem Tag für uns der Ausgangspunkt von allem. Die Aufregung in uns bezog sich eigentlich mehr auf die Wasserfälle, die wir von dort erreichen würden, als auf die Straßen von Foz de Iguaçu. Es gibt Orte, die schon vor der Reise eine große Erwartung im Menschen erzeugen. Die Iguazú-Wasserfälle waren für uns genau so ein Ort. Wir hatten ihre Fotos gesehen, ihre Videos angeschaut und gelesen, was über sie geschrieben wurde. Aber trotzdem weiß man, dass manche Naturereignisse, egal wie eindrucksvoll sie auf dem Bildschirm wirken, ihre wahre Wirkung erst zeigen, wenn man dort ist und sie mit eigenen Augen sieht.

Der Eingang zum Nationalpark und das Warten

Um die Iguazú-Wasserfälle zu erreichen, kamen wir zuerst zum Eingang des Parque Nacional do Iguaçu. Schon am Eingangstor spürten wir, wie touristisch und belebt die Atmosphäre war. Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt standen mit Kameras in den Händen und Rucksäcken auf dem Rücken mit derselben Aufregung in der Schlange. Auch wir begannen zu warten, um Eintrittskarten zu kaufen. Die Schlange war ziemlich lang. Einerseits war es heiß, andererseits war es voll, und dazu kam unsere innere Ungeduld. Aber auf seltsame Weise fühlte sich sogar dieses Warten wie ein Teil der Reise an. Denn wir wussten, wohin wir gingen.

Nachdem wir unsere Tickets gekauft hatten, stellten wir uns diesmal in die Busreihe. Auf der brasilianischen Seite werden die Besucher mit speziellen Bussen vom Parkeingang bis zu dem Punkt gebracht, an dem der Wanderweg der Wasserfälle beginnt. Diese Busfahrt dauert ungefähr eine halbe Stunde. Nachdem der Bus losgefahren war, blieb die Stadtatmosphäre langsam zurück. Um uns herum wurde es grüner, der Weg ruhiger, und wir begannen zu fühlen, dass wir in die Natur hinein fuhren. In diesem Moment sahen wir die Wasserfälle noch nicht, aber wir wussten, dass wir näher kamen. Und das steigerte die Aufregung noch mehr.

Der Klang des Wasserfalls kommt zuerst

Als wir aus dem Bus stiegen, war das Erste, was uns begrüßte, nicht das Bild, sondern der Klang. Die Wasserfälle waren noch nicht in ihrer ganzen Klarheit sichtbar, aber aus der Ferne kam ein starkes Rauschen. Dieser Klang war kein gewöhnliches Wassergeräusch. Er war wie ein großer Atemzug, der aus den Tiefen des Waldes aufstieg und im ganzen Tal widerhallte. Noch bevor wir die Landschaft vollständig sahen, hatten wir verstanden, dass vor uns eine große Kraft der Natur stand.

Als wir den Wanderweg begannen, öffnete sich die Landschaft langsam. Zuerst sahen wir in der Ferne Wasser, das wie weiße Linien zwischen dem Grün des Waldes herabfiel. Schon auf den ersten Blick war es beeindruckend. Aber das wirklich Faszinierende war, dass sich die Landschaft nicht auf einmal, sondern Schritt für Schritt zeigte. Bei jedem Schritt, bei jedem neuen Blickwinkel, zu dem wir kamen, wurde der Wasserfall ein wenig größer, ein wenig breiter und ein wenig majestätischer.


Entfernte Ansicht der Iguazú-Wasserfälle

Panoramalandschaft der Iguazú-Wasserfälle

Wasserfalllandschaft in Foz de Iguaçu

Weite Ansicht der Iguazú-Wasserfälle

Diese Landschaft, die wir am Anfang aus der Ferne betrachteten, verwandelte sich beim Gehen in etwas völlig anderes. Denn Iguazú ist kein klassischer Wasserfall, der von einem einzigen Punkt herabfließt. Hier stürzt das Wasser gleichzeitig von vielen verschiedenen Stellen der Natur herab. Wenn man nach vorn schaut, sieht man nicht nur einen Wasservorhang; man sieht, wie sich fast der ganze Horizont in Wasser verwandelt. Überall, wohin der Blick reicht, gibt es eine Welt aus Wasser, die sich bewegt, rauscht, schäumt und Nebel bildet.

Alles, was unsere Augen erreichten, war Wasserfall

Während wir auf dem Wanderweg weitergingen, veränderte sich die Landschaft ständig. In jeder Kurve erschien ein anderer Winkel, an jedem Halt eine andere Schönheit. An einem Punkt dachten wir: „Das ist wohl der schönste Ort“; ein paar Minuten später erreichten wir einen noch beeindruckenderen Punkt. Dann dachten wir wieder dasselbe und standen wieder vor einer noch größeren Landschaft. Eine der schönsten Seiten von Iguazú war genau das: Er zeigt sich nicht auf einmal, sondern öffnet sich Schritt für Schritt. Mit jedem Schritt wird man ein wenig mehr beeindruckt.

Wir hatten zuvor schon an verschiedenen Orten Wasserfälle gesehen. Aber Iguazú war wirklich eine völlig andere Erfahrung. Hier schaut man nicht nur auf Wasser, das aus großer Höhe herabfällt. Hier spürt man gleichzeitig die Kraft des Wassers, seinen Klang, seinen Dampf, den Wald ringsum, den Lauf des Flusses und das Licht des Himmels. Nach einer Weile hört der Wasserfall auf, nur eine mit den Augen gesehene Landschaft zu sein; er verwandelt sich in etwas, das man körperlich fühlt. Die feinen Wassertropfen im Gesicht, die Feuchtigkeit in der Luft, das Rauschen in den Ohren und das gewaltige Bild vor einem wirken zusammen.


Landschaft der Iguazú-Wasserfälle an der Absperrung

Foto mit Person und Landschaft an den Iguazú-Wasserfällen

Weite Landschaft der Iguazú-Wasserfälle

Brasilianische Seite der Iguazú-Wasserfälle

Während dieser Wanderung hielten wir ständig an und machten Fotos. Aber egal, wie viele Fotos wir machten, wir wussten auch, dass es nicht möglich war, diesen Moment vollständig zu bewahren. Denn ein Foto kann den Klang des Wassers nicht erzählen. Ein Foto kann dieses Gefühl des Kleinwerdens, das im Menschen vor dem Wasserfall entsteht, nicht vollständig wiedergeben. Trotzdem war jedes Bild für uns sehr wertvoll. Denn jedes einzelne war ein Teil des Staunens und des Glücks, das wir an diesem Tag dort gemeinsam erlebt haben.

Je weiter sich die Landschaft öffnete, desto größer wurde die Majestät der Natur

Der Wanderweg auf der brasilianischen Seite der Iguazú-Wasserfälle bietet eine sehr beeindruckende Anordnung, um die Landschaft zu betrachten. Entlang des Weges sieht man die Wasserfälle aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Wasser, die am Anfang aus der Ferne zu sehen sind, verwandeln sich nach einer Weile in ein breiteres Bild. Dann wird das Rauschen des Wasserfalls noch stärker, der Nebel steigt auf, und der Fluss beginnt kraftvoller zu wirken. Mit jedem Schritt wird die Landschaft ein wenig tiefer.

Für uns war dieses stufenweise Öffnen sehr beeindruckend. Denn der Wasserfall erschien nicht plötzlich vor uns. Zuerst hörten wir seinen Klang, dann sahen wir in der Ferne die weißen Wasservorhänge, dann erkannten wir durch den Nebel, dass er Teil eines gewaltigen Systems war. Und am Ende stand er mit all seiner Majestät vor uns. In diesem Moment bleiben einem nicht viele Worte. Man schaut nur und erinnert sich erneut daran, wie groß die Natur ist.

Der Moment, in dem wir dem Regenbogen näherkamen

Gegen Ende des Weges, als wir uns dem Steg näherten, der in den Wasserfall hineinführt, erschien mitten in der Landschaft ein Regenbogen. Eigentlich ist es nicht überraschend, an einem solchen Ort einen Regenbogen zu sehen. Denn Wasserdampf und Sonnenlicht kommen dort ständig zusammen. Aber ihn mit eigenen Augen vor gewaltigen Wasserfällen zu sehen, ist ein ganz anderes Gefühl. Der Regenbogen war wie eine feine, farbige Brücke, die über dem Wasserfall errichtet war.

Dieser Moment war für uns einer der besonderen Augenblicke der Reise. Das Wasser strömte mit aller Kraft, der Nebel stieg in die Luft, das Sonnenlicht drang durch diesen Nebel, und dieses farbige Bild entstand. Als wir zum Steg gingen, wirkte es, als würde sich der Regenbogen mit uns bewegen. Manchmal wurde er deutlicher, manchmal verschwand er leicht im Nebel und erschien dann wieder.


Regenbogenlandschaft an den Iguazú-Wasserfällen

Regenbogen über den Iguazú-Wasserfällen

Iguazú-Wasserfälle und Regenbogen

Iguazú-Regenbogen und Wasserdampf

Dem Regenbogen so nahe zu sein, mit ihm zusammen Fotos zu machen und hinter ihm die gewaltigen Wasserfälle herabstürzen zu sehen, hat uns wirklich sehr beeindruckt. Manche Landschaften wecken Bewunderung im Menschen, manche geben Ruhe, manche aber rufen im Inneren eine kindliche Freude hervor. Der Regenbogen von Iguazú war für uns genau so. Mitten in einer so großen Naturkraft, zwischen all diesem Klang und Wasser, gab es ein farbiges, zartes und fast märchenhaftes Bild.

Der Steg, der in den Wasserfall hineinführt

Einer der beeindruckendsten Punkte auf der brasilianischen Seite war der Steg, der in den Wasserfall hineinführt. Wenn man sich diesem Steg nähert, betrachtet man den Wasserfall nicht mehr nur aus der Ferne; man geht fast in ihn hinein. Der Wasserdampf wird dichter, mit dem Wind kommen Tropfen auf einen zu, und nach wenigen Minuten merkt man, dass die Kleidung nass geworden ist.

In diesem Abschnitt war das Rauschen des Wasserfalls noch stärker. Selbst wenn man sprach, schien die Stimme im Rauschen des Wassers zu verschwinden. Hier wird der Mensch eher still. Denn manchmal fühlt es sich richtiger an, vor einer Landschaft zu schweigen, statt zu versuchen, sie zu beschreiben. Auch wir versuchten auf diesem Steg Fotos zu machen und erlebten zugleich das Staunen darüber, mitten in diesem großen Naturereignis zu sein.


Steg und Wasserdampf an den Iguazú-Wasserfällen

Intensiver Wasserdampf an den Iguazú-Wasserfällen

Nebliger Wanderbereich an den Iguazú-Wasserfällen

Was man auf dem Steg fühlt, ist nicht nur Schönheit; zugleich ist es das Gefühl der Kleinheit gegenüber der Kraft der Natur. Unten fließt der Fluss mit großer Geschwindigkeit, von oben stürzen riesige Wassermassen herab, der Nebel bedeckt die Umgebung, und das Licht verändert sich ständig… Inmitten all dessen fühlt sich der Mensch sowohl sehr klein als auch sehr glücklich, Zeuge eines solchen Moments zu sein.

Dem Teufelsschlund gegenüberstehen

Am Ende des Wanderwegs, in dem nach oben führenden Abschnitt, befinden sich Aufzüge und Aussichtspunkte. Von hier aus nimmt die Landschaft eine breitere Form an. Gleichzeitig liegt dieser Punkt gegenüber einem der berühmtesten Abschnitte auf der argentinischen Seite, der Garganta del Diablo, also dem Teufelsschlund.

Von der brasilianischen Seite aus kann man die Plattformen auf der argentinischen Seite, die Besucher dort und sogar die argentinische Flagge sehen. Dieses Bild ließ uns spüren, dass Iguazú keine Schönheit ist, die nur einem Land gehört. Auf der Karte gibt es Grenzen, aber der Klang des Wassers kennt keine Grenzen. Der Nebel breitet sich auf beide Seiten aus. Der Regenbogen fällt über beide Länder. Die Natur schafft eine Einheit, die weit über die von Menschen gezogenen Linien hinausgeht.


Paarfoto an den Iguazú-Wasserfällen

Reisefoto in Foz de Iguaçu

Gemeinsames Foto an den Iguazú-Wasserfällen

Reiseerinnerung an den Iguazú-Wasserfällen

Als wir an diesem Punkt standen und zur anderen Seite blickten, sahen wir eigentlich das gemeinsame Staunen der Menschen, die zwei verschiedene Gesichter desselben Naturwunders betrachteten. Wir blickten von der brasilianischen Seite, die Besucher kamen von der argentinischen Seite, und zwischen uns floss unaufhörlich eine riesige Wassermasse. Dieser Moment war eines der stärksten und unvergesslichsten Bilder, die Südamerika uns geschenkt hat.

Der obere Ruhebereich und der letzte Blick

Nachdem wir den intensivsten Teil des Wasserfalls gesehen hatten, gingen wir in den oberen Bereich hinauf. Dort gibt es Restaurants, Sitzbereiche und Ruhepunkte. Während der Wanderung hält man ständig an, schaut, macht Fotos, geht weiter und staunt wieder. Deshalb tut es gut, oben ein wenig zu sitzen und die Landschaft ruhiger zu betrachten.

Während wir dort ruhten, war das Rauschen des Wasserfalls noch immer in unseren Ohren. Unten verschwand der Steg, auf dem wir gerade gegangen waren, im Nebel; auf der anderen Seite war der argentinische Abschnitt weiterhin zu sehen. Bevor man von dort weggeht, möchte man sich noch einmal umdrehen und ein letztes Mal schauen. Denn von manchen Orten fällt der Abschied nicht leicht. Iguazú war für uns so ein Ort. Es war, als wollten wir unsere Augen noch ein wenig mehr sättigen und die Landschaft noch tiefer in unser Gedächtnis einprägen.

Nach Iguazú hat sich unsere Wahrnehmung von Wasserfällen verändert

Nachdem wir unseren Besuch beendet hatten, fuhren wir wieder mit den Bussen zum Parkeingang zurück. Körperlich kehrten wir an den Punkt zurück, an dem wir begonnen hatten, aber in uns hatte sich etwas verändert. Denn manche Landschaften hinterlassen nicht nur eine schöne Reiseerinnerung; sie verändern das Maß, die Erwartung und den Blick des Menschen. Die Iguazú-Wasserfälle wurden für uns genau so ein Ort.

Bevor wir dorthin gingen, kam uns beim Wort „Wasserfall“ ein begrenzteres Bild in den Sinn. Wasser, das von einem Felsen herabstürzt, eine schöne Naturlandschaft, kühle Luft, ein paar Fotos… Aber nachdem wir Iguazú gesehen hatten, wurde die Bedeutung dieses Wortes für uns größer. Jetzt denken wir bei Wasserfall an eine riesige Naturbühne, auf der Wasser überall fließt, wohin der Blick reicht, auf der der Klang das ganze Tal erfüllt, auf der der Nebel zum Himmel aufsteigt und der Regenbogen sich über das Wasser legt.


Nächster Abschnitt der Iguazú-Wasserfälle

Nasser und nebliger Bereich an den Iguazú-Wasserfällen

Nahansicht der Iguazú-Wasserfälle

Nebel und Wasserdampf an den Iguazú-Wasserfällen

Deshalb vergleicht man nach Iguazú unweigerlich, wenn man einen anderen Wasserfall betrachtet. Natürlich hat jede Naturlandschaft ihre eigene Schönheit. Aber die Wirkung, die Iguazú hinterlässt, ist eine ganz andere. Hier ist die Natur nicht nur schön; sie ist zugleich stark, majestätisch, laut, lebendig und wie eine Gegenwart, die den Menschen in sich aufnimmt. Man sieht den Wasserfall nicht nur; man geht in ihm, hört seinen Klang, wird von seinem Dampf nass und nähert sich dem Regenbogen, der in seinem Licht entsteht.

Wenn Sie wie unseren Ausflug nach Foz de Iguaçu auch andere Stadt-, Straßen- und Naturerlebnisse in Südamerika lesen möchten, können Sie sich auch die anderen Reiseberichte auf unserer Blogseite ansehen.

Was war Foz de Iguaçu für uns?

Foz de Iguaçu war unser erster Halt in Brasilien. Vielleicht war die Stadt als solche nicht sehr groß oder kompliziert, aber sie nahm in unserer Reise einen besonderen Platz ein. Denn diese Stadt brachte uns zu den Iguazú-Wasserfällen. Paraguay zu verlassen und auf die brasilianische Seite zu wechseln, direkt jenseits der Grenze einem so großen Naturwunder zu begegnen, war für uns unvergesslich.

Diese Reise hat uns nicht nur schöne Fotos hinterlassen. Sie erinnerte uns zugleich an die Größe der Natur, die Kraft des Wassers, das Vorhandensein einer gemeinsamen Schönheit jenseits der Grenzen und daran, dass manche Landschaften lange im Menschen bleiben. Der Tag, an dem wir die Iguazú-Wasserfälle sahen, wurde zu einem der besonderen Momente unserer Südamerika-Reise. An diesem Tag sahen wir nicht nur einen Wasserfall. Wir betraten eine riesige Bühne, die Wasser, Licht, Nebel, Wald und Regenbogen gemeinsam geschaffen hatten.

Als wir von dort weggingen, hatten wir nur einen Gedanken im Kopf: Manche Orte werden nicht erzählt, sie werden erlebt. Aber Iguazú möchte man, nachdem man ihn erlebt hat, auch lange erzählen. Denn nachdem man eine solche Landschaft gesehen hat, braucht man nicht nur Fotos, sondern auch Worte. Man möchte diesen Klang, diesen Dampf, diesen Regenbogen, diesen Weg und dieses Staunen noch einmal erinnern. Für uns blieben die Iguazú-Wasserfälle genau so ein Ort: eine unvergessliche Reise, die unsere Wahrnehmung von Wasserfällen verändert, uns unsere erste große Aufregung in Brasilien erleben lassen und sich an einem ganz besonderen Platz in unserer Erinnerung niedergelassen hat.

Wenn Sie mehr von unserer Reise durch Südamerika und die Geschichte zweier Herzen auf Rädern sehen möchten, können Sie unsere Startseite besuchen.

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