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UYUNI – POTOSÍ REISEFÜHRER


Die Route Uyuni – Potosí bringt zwei der eindrucksvollsten Seiten Boliviens in einer einzigen Reise zusammen. Auf der einen Seite der Salar de Uyuni mit seiner endlosen Weiße, die mit dem Himmel zu verschmelzen scheint; auf der anderen Seite Potosí mit seiner schweren Geschichte im Schatten des Cerro Rico. Diese Route ist nicht nur eine Reise für schöne Fotos; sie ist zugleich eine sehr starke Erfahrung, um Natur, Geschichte, koloniale Vergangenheit, Bergbau, große Höhe und die Andengeografie gemeinsam zu verstehen.

Viele Reisende, die nach Uyuni kommen, haben ein einziges Bild im Kopf: Perspektivfotos auf der schneeweißen Salzfläche oder in der Regenzeit den Spiegeleffekt, der den Himmel reflektiert. Ja, der Salar de Uyuni ist wirklich faszinierend. Aber diese Region besteht nicht nur aus der Salzebene. Der Zugfriedhof, Isla Incahuasi, Colchani, hoch gelegene Lagunen, das koloniale Zentrum von Potosí, die Casa Nacional de la Moneda und die Bergbaugeschichte des Cerro Rico machen diese Route viel tiefgründiger.

Dieser Text wurde getrennt von unserer persönlichen Reisegeschichte als umfassender, planungsorientierter Reiseführer vorbereitet. Wenn Sie lesen möchten, was wir unterwegs nach Uyuni erlebt haben, wie uns die Höhe in Potosí beeinflusst hat und welche persönlichen Erfahrungen wir auf der Salar-de-Uyuni-Tour gemacht haben, können Sie unseren Beitrag Reise zum größten Salzsee der Welt: Uyuni – Bolivien lesen. Für unsere weiteren Bolivien-Reiseführer können Sie auch unsere Blogseite besuchen.


Salar de Uyuni und Blick auf Isla Incahuasi
Salar de Uyuni und Isla Incahuasi: eine der ikonischsten Landschaften Boliviens.
Bild: Rolfcosar, Wikimedia Commons.

Inhaltsverzeichnis

Kurze Informationen über Uyuni und Potosí

Uyuni ist eine kleine Stadt im Südwesten Boliviens im Departamento Potosí, die auf den ersten Blick recht schlicht wirkt. Doch diese kleine Stadt ist das wichtigste Tor zum Salar de Uyuni, der größten Salzebene der Welt. Die meisten Reisenden kommen nicht nach Uyuni, um lange in der Stadt zu bleiben, sondern um an Salar-Touren teilzunehmen.

Potosí hat dagegen eine ganz andere Atmosphäre. Mit seiner Lage nahe 4000 Metern Höhe gilt es als eine der höchstgelegenen Städte der Welt. Die Identität der Stadt wurde vom Berg Cerro Rico und der jahrhundertelangen Geschichte des Silberbergbaus dieses Berges geprägt. Potosí ist nicht nur für die Geschichte Boliviens, sondern auch für die Weltwirtschaft der Kolonialzeit eine sehr wichtige Stadt.

Diese beiden Orte auf derselben Route zu besuchen, hilft dabei, Bolivien ganzheitlicher zu verstehen. Uyuni zeigt die außergewöhnliche Seite der Natur, Potosí die schwere Seite der Geschichte. Deshalb ist es richtiger, diese Route nicht nur als „Reise zum Fotografieren des Salar“ zu sehen, sondern als eine Reise, auf der Geografie und Geschichte gemeinsam gelesen werden.

Warum ist der Salar de Uyuni so besonders?

Der Salar de Uyuni gilt mit einer Fläche von rund 10.500 Quadratkilometern als die größte Salzebene der Welt. Er entstand durch das Austrocknen prähistorischer Seen und bildet heute eine riesige Salzfläche. Heute ist er eines der berühmtesten Natursymbole Boliviens und eine der unvergesslichsten Landschaften Südamerikas.

In der Trockenzeit treten auf der Oberfläche des Salar sechseckige Salzmuster hervor. Die endlose Weiße lässt die Horizontlinie verschwimmen und schafft eine perfekte Bühne für Perspektivfotos. In der Regenzeit hingegen, wenn eine dünne Wasserschicht die Salzfläche bedeckt, scheint der Himmel auf die Erde hinabzusteigen. Wolken, Berge und Sonnenuntergang spiegeln sich im Wasser; der Salar verwandelt sich in einen riesigen Spiegel.

Der Salar de Uyuni ist zugleich eine Region, die wegen ihrer Lithiumreserven weltweites Interesse weckt. Deshalb ist dieser Ort nicht nur eine touristische Naturschönheit, sondern auch ein sehr wichtiges Gebiet für die wirtschaftliche Zukunft Boliviens. Salz, Tourismus, Lithium und lokales Leben sind hier miteinander verbundene Themen.

Die Geschichte von Potosí und der Schatten des Cerro Rico

Wenn man von Potosí spricht, denkt man zuerst an den Cerro Rico. Dieser Berg wurde ab dem 16. Jahrhundert zu einer der wichtigsten Silberquellen der spanischen Kolonialwirtschaft. Das aus dem Cerro Rico gewonnene Silber brachte Europa und dem Kolonialsystem enorme Reichtümer; doch der Preis dieses Reichtums war für die indigene Bevölkerung und die Minenarbeiter sehr schwer.

Potosí wurde einst als eine der reichsten und bevölkerungsreichsten Städte der Welt erwähnt. Wenn man heute durch die Stadt geht, kann man die Spuren dieser früheren Pracht in kolonialen Gebäuden, Kirchen, Plätzen und engen Straßen sehen. Doch die Geschichte Potosís besteht nicht nur aus prächtiger Architektur; sie ist zugleich eine Geschichte von Ausbeutung, Zwangsarbeit, Minenunfällen und sozialen Ungleichheiten.

Das historische Zentrum der Stadt gehört zum UNESCO-Welterbe. Auch auf der UNESCO-Seite zu Potosí wird auf die Bedeutung der Bergbaugeschichte der Stadt für den amerikanischen Kontinent hingewiesen. Deshalb sollte man in Potosí nicht nur auf die schönen Straßen achten, sondern auch auf die schwere Vergangenheit, die diese Straßen tragen.

Wie kommt man nach Uyuni?

Anreise von La Paz nach Uyuni

Eine der häufigsten Möglichkeiten, von La Paz nach Uyuni zu gelangen, ist der Nachtbus. Die Strecke ist lang, hoch gelegen und in manchen Zeiten anstrengend. Deshalb ist es sinnvoll, wenn möglich komfortablere Busunternehmen zu wählen. Der Nachtbus spart Zeit, aber für Menschen, die schlecht schlafen, kann es anstrengend sein, am nächsten Tag müde zur Salar-Tour aufzubrechen.

In manchen Zeiträumen gibt es auch Flugoptionen zwischen La Paz und Uyuni. Da sich Verbindungen und Preise ändern können, sollte man die aktuelle Situation vor der Reise prüfen. Wenn Sie Ihre La-Paz-Route planen, kann auch unser La Paz Reiseführer hilfreich sein.

Anreise über Sucre und Potosí nach Uyuni

Für Reisende, die innerhalb Boliviens eine ausgewogenere Route planen möchten, ist die Strecke Sucre – Potosí – Uyuni sehr sinnvoll. Sucre ist eine Stadt mit ruhigerem Tempo und starker kolonialer Atmosphäre; Potosí bietet mit seiner großen Höhe und Bergbaugeschichte eine intensivere Erfahrung. Nach diesen beiden Städten nach Uyuni weiterzureisen, bereichert die Route sowohl historisch als auch landschaftlich.

Wenn Sie Sucre separat planen möchten, können Sie unseren Sucre Reiseführer lesen.

Anreise von Chile nach Uyuni

Touren ab San Pedro de Atacama über 3 oder 4 Tage sind eine der eindrucksvollsten Möglichkeiten, nach Uyuni zu gelangen. Diese Route bietet mit Lagunen, Wüsten, Vulkanlandschaften, Flamingos und hoch gelegenen Andenpanoramen ein sehr starkes Erlebnis. Gleichzeitig ist sie jedoch anstrengend. Wegen Grenzübertritt, kalter Nächte, großer Höhe und einfacher Unterkünfte muss man gut vorbereitet sein.

Wie kommt man nach Potosí?

Potosí ist mit dem Bus von Städten wie Sucre, Uyuni, Oruro und La Paz erreichbar. Die Strecke Sucre – Potosí gehört zu den meistgenutzten Verbindungen in Bolivien. Auch von Uyuni nach Potosí weiterzureisen ist eine verbreitete Routenoption.

Bei der Ankunft in Potosí sollte man die Höhe nicht vergessen. Da die Stadt auf fast 4000 Metern liegt, können bei einigen Reisenden Kopfschmerzen, Atemnot und schnelle Ermüdung auftreten. Am ersten Tag in Potosí ist es besser, das Programm leicht zu halten und mit kurzen Spaziergängen im Stadtzentrum zu beginnen.

Wie plant man den Ablauf der Route Uyuni – Potosí?

Die Route Uyuni und Potosí kann in zwei unterschiedliche Richtungen geplant werden. Wenn Sie innerhalb Boliviens von Norden nach Süden reisen, ist der Ablauf La Paz – Sucre – Potosí – Uyuni sinnvoll. Wenn Sie aus Chile nach Bolivien einreisen, können Sie San Pedro de Atacama – Uyuni – Potosí – Sucre wählen.

Einer der ausgewogensten Pläne ist es, zuerst einige Tage in Sucre zu verbringen, dann nach Potosí weiterzufahren und die Route anschließend mit Uyuni abzuschließen. So kann man sich allmählicher an die Höhe gewöhnen und nach Geschichte und Stadterlebnis die natürliche Magie des Salar erreichen.

Auch die umgekehrte Richtung, also zuerst Uyuni und danach Potosí, ist möglich. In diesem Fall kann man nach der Salar-Tour in Potosí das historische Zentrum, die Casa Nacional de la Moneda und die Umgebung des Cerro Rico besuchen. Welche Richtung besser ist, hängt von Buszeiten, dem nächsten Grenzübertritt und Ihrem persönlichen Tempo ab.

Wie wählt man Salar-de-Uyuni-Touren aus?

In Uyuni werden Touren meist als 1-Tages-, 2-Tages- und 3-Tages-Optionen angeboten. Tagestouren sind ideal für alle, die die wichtigsten Punkte des Salar sehen möchten. Der Zugfriedhof, Colchani, die Umgebung des Salzhotels, Isla Incahuasi und der Sonnenuntergang können Teil dieser Touren sein. Die Route kann je nach Jahreszeit und Anbieter variieren.

3-Tages-Touren decken dagegen eine größere Region ab. Laguna Colorada, Laguna Verde, hoch gelegene Wüstengebiete, Flamingos, geothermische Zonen und Routen nahe der chilenischen Grenze können in diesen Touren enthalten sein. Diese Touren sind sehr eindrucksvoll, aber wegen Kälte, großer Höhe, einfacher Unterkünfte und langer Fahrzeiten anstrengender.

Bei der Auswahl der Tour sollte man nicht nur auf den Preis achten. Sehr günstige Touren können manchmal Probleme bei Fahrzeugqualität, Fahrererfahrung, Essen, Unterkunft oder Sicherheit bedeuten. Man sollte unbedingt nach dem Wartungszustand des Fahrzeugs, Sicherheitsgurten, Erfahrung des Fahrers, enthaltenen Mahlzeiten, enthaltenen Eintrittsgebühren und möglichen Routenänderungen in der Regenzeit fragen.

Sehenswürdigkeiten in Uyuni

Salar de Uyuni

Das Herz der Route ist der Salar de Uyuni. Er bietet in der Trockenzeit eine andere Schönheit als in der Regenzeit. In der Trockenzeit stehen die sechseckigen Salzmuster und die endlose Weiße im Vordergrund. In der Regenzeit dagegen verschmelzen Himmel und Erde durch die Wasserreflexion.

Auf dem Salar verändert sich das Zeitgefühl. Entfernungen täuschen, die Horizontlinie verschwimmt und man fühlt sich inmitten einer sehr großen Leere. Deshalb ist dies nicht nur ein Ort, den man sieht, sondern eine Geografie, die man fühlt.

Isla Incahuasi

Isla Incahuasi ist eine felsige, mit Kakteen bedeckte Insel, die mitten im Salar aufragt. Man kann sie sich wie den Überrest eines Gebiets vorstellen, das vor Millionen von Jahren unter Wasser lag. Heute gehört sie mit ihren riesigen Kakteen, felsigen Pfaden und Blicken auf das Salzmeer zu den besonderen Stationen der Uyuni-Touren.

Beim Spaziergang auf der Insel sollte man die Wirkung von Höhe und Sonne nicht vergessen. Selbst ein kurzer Weg kann in großer Höhe anstrengend sein. Doch oben angekommen versteht man die Weite des Salar viel besser.

Zugfriedhof

Der Zugfriedhof von Uyuni ist ein Freiluftgelände, das an die Eisenbahn- und Bergbauvergangenheit der Region erinnert. Verrostete Lokomotiven, alte Waggons und vom Wüstenwind gezeichnete Metallkörper verleihen diesem Ort eine melancholische, aber sehr fotogene Atmosphäre.

Viele Touren kommen als erste Station des Tages hierher. Deshalb kann es voll werden. Trotzdem zeigt ein Spaziergang zwischen den alten Lokomotiven, dass Uyuni nicht nur mit Salztourismus, sondern auch mit industrieller Vergangenheit verbunden ist.


Uyuni Zugfriedhof alte Lokomotiven
Der Zugfriedhof von Uyuni ist eine der eindrucksvollsten Freiluftstationen aus der Eisenbahn- und Bergbauvergangenheit der Region.
Bild: PsamatheM, Wikimedia Commons.

Colchani

Colchani ist eine kleine Siedlung nahe dem Eingang zum Salar. Sie gibt einen kurzen Eindruck von Salzverarbeitung, Souvenirs und lokaler Produktion. Manche Reisende finden den Ort zu touristisch; doch als kurzer Halt kann er helfen zu verstehen, dass der Salar nicht nur Landschaft ist, sondern auch mit Salzproduktion und lokaler Wirtschaft verbunden ist.

Lagunenrouten

Wenn Sie an Mehrtagestouren teilnehmen, können hoch gelegene Lagunen, Flamingos, Vulkanlandschaften, Wüstenpanoramen und heiße Quellen Teil der Route sein. Diese Gebiete sind unglaublich schön; aber das Wetter kann hart sein, die Unterkünfte einfach und die Entfernungen lang. Deshalb sollte man bei der Wahl einer 3-Tages-Tour auch die eigene körperliche Belastbarkeit und den Umgang mit Kälte berücksichtigen.

Sehenswürdigkeiten in Potosí

Cerro Rico

Der Cerro Rico ist das Symbol von Potosí. Dieser Berg, der von fast jedem Punkt der Stadt zu sehen ist, ist zugleich ein Symbol des Reichtums und des Leidens. Um die Geschichte von Potosí zu verstehen, sollte man den Cerro Rico nicht nur als Landschaftselement sehen, sondern als Zentrum, das jahrhundertelang das Leben der Menschen bestimmt hat.

Casa Nacional de la Moneda

Die Casa Nacional de la Moneda gehört zu den Orten, die man in Potosí unbedingt sehen sollte. Dieses Museum ist sehr wertvoll, um Silberproduktion, Münzprägung, koloniale Wirtschaft und die Stellung Potosís in der Weltgeschichte zu verstehen. Wenn Sie in der Stadt nur Zeit für ein Museum haben, ist dies eine gute Wahl.

Historisches Zentrum von Potosí

Das historische Zentrum von Potosí lässt sich mit seinen kolonialen Straßen, Kirchen, Plätzen und alten Gebäuden zu Fuß erkunden. Da die Höhe jedoch sehr groß ist, sollten Spaziergänge langsam geplant werden. Schon wenige Straßen können anstrengender sein als erwartet.

Während man durch das Stadtzentrum geht, macht der Cerro Rico, der ständig im Hintergrund erscheint, die Geschichte Potosís noch sichtbarer. In dieser Stadt lassen sich Architektur, Geografie und Geschichte nicht voneinander trennen.


Blick auf Cerro Rico von den Straßen Potosís
Potosí und Cerro Rico: Die Geschichte der Stadt wurde im Schatten dieses Berges geformt.
Bild: Christophe Meneboeuf, Wikimedia Commons.

Cerro Rico und Minentouren

Minentouren in Potosí sind ein sehr sensibles Thema. Für manche Reisende können diese Touren eindrucksvoll sein, um die realen Arbeitsbedingungen der Stadt zu verstehen. Doch diese Erfahrung ist nicht für jeden geeignet. Enge Räume, Dunkelheit, Staub, große Höhe und echte Minenumgebung können körperlich und psychisch belastend sein.

Bevor man an einer Minentour teilnimmt, sollte man sich einige Fragen stellen: Haben Sie Angst vor engen Räumen? Haben Sie Atemwegsprobleme? Fällt Ihnen große Höhe schwer? Sind Sie bereit, reale Arbeitsbedingungen zu sehen? Wenn Sie auch nur eine dieser Fragen zum Nachdenken bringt, sind die Casa Nacional de la Moneda und das historische Zentrum vielleicht die bessere Option als eine Minentour.

Wenn Sie an einer Minentour teilnehmen, ist es wichtig, einen zuverlässigen Anbieter zu wählen, nach dem Zustand der Schutzausrüstung zu fragen und die Tour nicht nur als „interessantes Erlebnis“ zu konsumieren. Denn Cerro Rico ist weiterhin mit dem Leben arbeitender Menschen verbunden.

Wo übernachtet man in Uyuni und Potosí?

Eine Unterkunft in Uyuni bedeutet für die meisten Reisenden eine praktische Pause vor oder nach der Tour. Die Stadt ist kein Ort, an den man mit sehr großen Erwartungen reist. Ein sauberes, sicheres Hotel mit heißem Wasser in der Nähe der Tourbüros reicht meist aus. Wenn Sie mit dem Nachtbus ankommen, ist es gut zu fragen, ob ein früher Check-in möglich ist.

In Potosí ist es vorteilhaft, nahe dem historischen Zentrum zu übernachten. Bei der Hotelauswahl sollte man jedoch Heizung, heißes Wasser, Zimmertemperatur und Treppen prüfen. In großer Höhe kann ein Hotel mit vielen Treppen deutlich anstrengender sein als erwartet.

In beiden Städten können die Nächte kühl sein. Besonders vor Uyuni-Touren ist es sinnvoll, warme Kleidung griffbereit vorzubereiten.

Transport, Straßenzustand und Reisen mit dem eigenen Fahrzeug

Zwischen Uyuni, Potosí und Sucre gibt es Busverbindungen. In Bolivien können sich Fahrzeiten jedoch je nach Wetter, Straßenzustand, Verkehr und Qualität des Unternehmens ändern. Deshalb ist es sicherer, Anschlussreisen nicht mit zu engen Zeiten zu planen.

Für Reisende mit eigenem Fahrzeug erfordert diese Route besondere Aufmerksamkeit. Rund um Uyuni kann das Befahren der Salzfläche wegen Rostgefahr am Fahrzeug, schwieriger Orientierung, Wasserflächen, Schlammzonen und begrenztem Telefonsignal riskant sein. Selbst wenn Sie ein eigenes Fahrzeug haben, ist es nicht richtig, unbegleitet und unvorbereitet in den Salar hineinzufahren.

Auf der Potosí-Seite sollten große Höhe, enge Straßen, Steigungen und Parkplatzprobleme berücksichtigt werden. Wenn Sie mit dem Auto ins Stadtzentrum fahren möchten, fragen Sie bei der Unterkunft vorher nach einem Parkplatz.

Budget und Geld

Uyuni-Touren können preislich stark variieren. Die billigste Tour ist nicht immer die beste Wahl. Fahrzeugsicherheit, Erfahrung des Fahrers, Qualität des Essens, Art der Unterkunft und enthaltene Eintrittsgebühren beeinflussen den Preis. Bei sehr günstigen Touren sollte man unbedingt fragen, was nicht enthalten ist.

In Uyuni und Potosí ist es wichtig, Bargeld dabeizuhaben. Für kleine Ausgaben, Terminalkosten, Markteinkäufe, Trinkgelder für Touren und manche Eintrittsgebühren sollte man Bolivianos bei sich haben. Karten werden nicht überall akzeptiert.

Potosí kann sich im Vergleich zu Uyuni-Touren insgesamt günstiger anfühlen; dennoch sollten Museen, Minentouren, Taxis und Unterkunft ins Budget eingerechnet werden.

Höhe, Gesundheit und Sicherheit

Uyuni liegt etwa auf 3600 Metern, Potosí rund um 4000 Meter Höhe. Deshalb ist die Höhe eines der wichtigsten Themen dieser Route. Kopfschmerzen, Atemnot, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen und schnelle Ermüdung können auftreten.

Am ersten Tag schwere Mahlzeiten und Alkohol zu vermeiden, viel Wasser zu trinken, nicht schnell zu gehen und Treppen langsam zu nehmen, ist sinnvoll. In Potosí können schon kurze Spaziergänge wegen der Höhe anstrengend sein. Bei Uyuni-Touren können lange Fahrzeiten, Sonne, Kälte und trockene Luft den Körper belasten.

Aus Sicherheitsgründen ist die Wahl des Touranbieters wichtig. Gewartete Fahrzeuge, funktionierende Sicherheitsgurte und erfahrene Fahrer sind ernste Themen. Bei Mehrtagestouren muss man auf nächtliche Kälte vorbereitet sein. Tagsüber kann die Sonne sehr stark sein, nachts kann es sehr kalt werden.

Wann reist man nach Uyuni und Potosí?

Für Uyuni kann man von zwei Hauptzeiten sprechen: Trockenzeit und Regenzeit. Die Trockenzeit ist meist zwischen Mai und Oktober deutlicher. In dieser Zeit sind die Straßen berechenbarer, der Himmel klarer und die Salzmuster sichtbarer. Für Perspektivfotos ist die Trockenzeit sehr geeignet.

Die Regenzeit tritt meist zwischen Dezember und März in den Vordergrund. Wenn sich in dieser Zeit Wasser auf dem Salar sammelt, kann der berühmte Spiegeleffekt entstehen. Dieser Effekt ist jedoch nicht garantiert; er hängt von der Regenmenge und der Tourroute ab. Außerdem kann der Zugang zu manchen Bereichen eingeschränkt sein.

Potosí kann das ganze Jahr über besucht werden; man sollte aber nicht vergessen, dass die Nächte wegen der großen Höhe kühl sind. Egal zu welcher Jahreszeit Sie reisen, warme Kleidung in Schichten, Sonnenschutz und bequeme Schuhe sind Pflicht.

Wie viele Tage braucht man für Uyuni – Potosí?

Für das kürzeste Programm können Sie 1 vollen Tag in Uyuni und 1 Tag in Potosí einplanen. Dieser Plan ermöglicht es, die wichtigsten Punkte des Salar und das historische Zentrum von Potosí schnell zu sehen. Er kann jedoch etwas oberflächlich bleiben.

Für eine ausgewogenere Route ist es besser, 2 Tage für Uyuni und 1 oder 2 Tage für Potosí einzuplanen. Wenn Sie eine 3-Tages-Salar-Tour machen möchten, sollten Sie insgesamt 4-5 Tage für diese Region reservieren.

Wenn Sie auch Sucre einbeziehen möchten, sind insgesamt 6-7 Tage für die Strecke Sucre – Potosí – Uyuni deutlich erfüllender. So können Sie sowohl die historischen Städte Boliviens als auch eine der stärksten Naturlandschaften des Landes ohne Eile erleben.

Foto- und Ausrüstungstipps

Der Salar de Uyuni ist fotografisch einer der kreativsten Orte der Welt. Für Perspektivfotos können kleine Gegenstände, Spielzeuge oder Flaschen verwendet werden. Weitwinkelobjektiv, Ersatzakku und Reinigungstuch sind hilfreich. Die Salzoberfläche kann Ausrüstung angreifen; nach der Tour ist es gut, Kamera, Telefon, Schuhe und Taschen zu reinigen.

In der Regenzeit kann für Reflexionsfotos Ausrüstung nötig sein, die Telefon und Kamera vor Wasser schützt. Da die Sonne sehr stark ist, sind polarisierte Sonnenbrillen und Hut ebenfalls wichtig.

Wenn Sie Nacht- oder Sonnenuntergangsfotos machen möchten, denken Sie an warme Kleidung, Stativ und Ersatzakku. Kälte kann Akkus schnell entladen.

Beispielplan für Uyuni – Potosí

Schnelle 2-Tages-Route

1. Tag: Eintägige Salar-Tour ab Uyuni: Zugfriedhof, Colchani, Salar, Isla Incahuasi und Sonnenuntergang.
2. Tag: Weiterfahrt nach Potosí, Besuch des historischen Zentrums und der Casa Nacional de la Moneda.

Ausgewogene 4-Tages-Route

1. Tag: Ankunft in Uyuni und kurzer Stadtspaziergang.
2. Tag: Eintägige Salar-Tour oder Beginn der 3-Tages-Tour.
3. Tag: Weiterfahrt nach Potosí und leichter Stadtspaziergang.
4. Tag: Casa Nacional de la Moneda, historisches Zentrum und Ausblicke auf den Cerro Rico.

6-7-tägige Südroute Boliviens

1-2. Tag: Sucre.
3-4. Tag: Potosí.
5-7. Tag: Uyuni und Salar-Tour.

Wenn Sie diese Strecke mit anderen Routen Boliviens verbinden möchten, können Sie auch unsere Beiträge Copacabana Reiseführer und La Paz Reiseführer lesen.

Praktische Informationen

Auf der Route Uyuni und Potosí ist Kleidung in Schichten sehr wichtig. Tagsüber kann die Sonne brennen, nachts kann es deutlich kalt werden. Sonnencreme, Sonnenbrille, Hut, warme Jacke, Handschuhe und bequeme Schuhe sollten in der Tasche sein.

Bei Uyuni-Touren ist es gut, Wasser, Snacks, Toilettenpapier, Feuchttücher, Bargeld, Ersatzakku und eine kleine Reiseapotheke dabeizuhaben. Bei Mehrtagestouren können die Unterkünfte einfach sein; passen Sie Ihre Erwartungen entsprechend an.

In Potosí sollten schwere Spaziergänge nicht auf den ersten Tag gelegt werden. Wegen der großen Höhe muss das Programm verlangsamt werden. Wenn Sie eine Minentour planen, sollten Sie das nach Ihrem Gesundheitszustand bewerten.

Wenn Sie allgemeine Informationen über Bolivien erhalten möchten, können Sie die Seite Bolivien lesen. Wenn Sie den Hintergrund unserer Reise wissen möchten, finden Sie im Bereich Über uns persönlichere Notizen.

Abschließende Notizen zu Uyuni – Potosí

Die Route Uyuni – Potosí zeigt einen der stärksten Gegensätze Boliviens. In Uyuni gibt es endlose Weiße, Himmelsspiegelungen, Salzmuster und eine fast unwirklich erscheinende Seite der Natur. In Potosí dagegen gibt es eine schwere Geschichte, koloniale Architektur und Bergbauerinnerung, geformt im Schatten des Cerro Rico.

Man sollte diese Route nicht nur als Reise zum Fotografieren sehen. Der Salar de Uyuni erinnert Sie an die Größe der Natur, Potosí an die Schwere der Geschichte. Wenn beide zusammen bereist werden, wird Bolivien deutlich tiefer und unvergesslicher.

Für uns wurde die Route Uyuni – Potosí zu einem der besonderen Abschnitte unserer Südamerikareise. Auf dieser Reise gab es sowohl atemberaubende Landschaften als auch historische Schichten, die zum Nachdenken bringen. Wenn Sie eine Bolivienroute planen, nehmen Sie sich unbedingt Zeit für diese Region; denn Uyuni und Potosí öffnen gemeinsam ein sehr starkes Tor, um die Seele des Landes zu verstehen.


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