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CUSCO STEINERNE GASSEN UND ANDENKULTUR IN DER ALTEN HAUPTSTADT DER INKA

Die historische Stadt Cusco in Peru wurde zu einem der Orte, die uns in Südamerika am meisten beeindruckt haben. Als ehemalige Hauptstadt des Inkareichs bietet diese Stadt nicht nur mit ihren historischen Bauwerken, sondern auch mit ihren Steinstraßen, der Andenkultur, dem indigenen Leben und ihrer starken Atmosphäre ein unvergessliches Erlebnis.

Cusco, das wir von der bolivianischen Stadt Copacabana aus und über die Andenstraßen Perus erreichten, hinterließ bei uns nicht nur den Eindruck einer Reiseroute, sondern das Gefühl einer Stadt, in der Geschichte noch immer lebt.

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Die Andenreise von Copacabana nach Cusco

Als wir die bolivianische Stadt Copacabana verließen, lag die Ruhe des Titicacasees noch immer über uns. Auf der Reise, die wir früh am Morgen begannen, veränderte sich die Landschaft langsam, während wir uns der peruanischen Grenze näherten.

Unterwegs fuhren wir durch kleine Andendörfer, an Steinhäusern vorbei, über Hochebenen und Bergstraßen. An manchen Stellen sah man Frauen in traditioneller Kleidung am Straßenrand gehen, in einigen Orten gab es kleine Märkte. Während dieser Autofahrt spürten wir, dass die Andenkultur Perus nicht nur in den Stadtzentren, sondern entlang der gesamten Strecke eine lebendige Wirklichkeit ist.

Je höher die Lage wurde, desto rauer wurde die Luft, und die Wolken drangen immer weiter zwischen die Berge. Besonders als wir uns Cusco näherten, fühlte sich die Fahrt nicht mehr wie eine gewöhnliche Straße in eine Stadt an, sondern wie ein Weg hinein in die Geschichte.

Warum ist Cusco so besonders?

Das Wichtigste, was Cusco so besonders macht, ist, dass es einst die Hauptstadt des Inkareichs war. Hier befand sich das Zentrum der Inkazivilisation, einer der größten Zivilisationen Südamerikas.

Beim Spaziergang durch die Stadt spürt man das wirklich. Denn in Cusco lebt die Geschichte nicht nur in alten Bauwerken weiter, sondern auch in den Steinstraßen, auf den Plätzen und im Alltag der Menschen.

Eine der auffälligsten Informationen, die wir erfuhren, war, dass die Spanier nach der Einnahme Cuscos viele Inkabauten zerstörten und ihre Steine zum Bau von Kirchen und Regierungsgebäuden verwendeten. Besonders die großen Kolonialbauten im Stadtzentrum sind eines der wichtigsten Beispiele dafür.

Heute stehen die großen und makellosen Inkasteine, die man im unteren Teil einiger Gebäude sieht, Seite an Seite mit der spanischen Architektur darüber. Dieses Bild wirkt eigentlich wie die Verschmelzung zweier verschiedener Zivilisationen in derselben Stadt.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum Cusco so beeindruckend ist. Hier ist die Geschichte nicht vollständig verschwunden; sie hat sich verwandelt, aber sie lebt weiter.

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Plaza de Armas: Das Herz von Cusco

Als wir auf der Plaza de Armas im Zentrum von Cusco ankamen, war unser erster Eindruck, dass dies ein lebendiger Platz ist. Menschen auf den Stufen, Touristen, Verkäufer, Tauben und die Bewegung in der Mitte des Platzes schienen die gesamte Energie der Stadt hier zu sammeln.

Die dunklen Wolken am Himmel und die großen Steinbauten im Hintergrund machten die Atmosphäre des Platzes noch eindrucksvoller. Auf der einen Seite waren Kirchenglocken zu hören, auf der anderen erhoben sich die Stimmen der Straßenverkäufer.

Nach unserer Beobachtung ist die Plaza de Armas nicht nur ein touristischer Punkt, sondern das wirklich lebendige Zentrum Cuscos. Schon wenn man hier ein paar Minuten sitzt, beginnt man den Rhythmus der Stadt zu spüren.

Die Kathedrale von Cusco und die Geschichte der Inkasteine

Eines der auffälligsten Bauwerke auf der Plaza de Armas war zweifellos die Kathedrale von Cusco. Mit ihren großen Steintoren, Türmen und der dunklen Fassade wirkt sie sehr majestätisch.

Was dieses Bauwerk jedoch wirklich interessant macht, ist nicht nur seine Architektur, sondern die Geschichte, die es trägt.

Wie wir erfahren haben, wurden beim Bau der Kathedrale Steine verwendet, die aus Inkabauten entfernt worden waren. Das große Kolonialgebäude, das wir heute sehen, steht also eigentlich auf den Steinen der alten Inkazivilisation.

Nachdem wir das erfahren hatten, begannen wir, das Gebäude mit anderen Augen zu sehen. Denn man sieht nun nicht mehr nur eine Kirche. Man sieht zugleich die Spuren einer verlorenen Zivilisation.

Auf den Stufen vor der Kathedrale zu sitzen und daran zu denken, dass die Steine, die vor Jahrhunderten von Inka-Steinmetzen bearbeitet wurden, heute noch hier sind, war sehr beeindruckend.


Steinfassade der Kathedrale von Cusco und Plaza de Armas
Die majestätische Steinfassade der Kathedrale von Cusco.

Historische Kirche und Blick auf die Anden in Cusco
Die Anden, die hinter den Steinbauten aufragen.

Steinstraßen, blaue Balkone und die Atmosphäre von Cusco

Eines der Dinge, die uns in Cusco am meisten beeindruckten, war das Gehen durch die Steinstraßen. Enge Wege, alte Häuser mit weißen Wänden, blaue Holzbalkone und ständig ansteigende Straßen geben der Stadt einen sehr starken Charakter.

Beim Gehen durch manche Straßen fühlten wir uns, als wären wir in einer Filmszene. Man biegt um eine Ecke und eine alte Kirche erscheint, wenige Minuten später öffnet sich ein Blick auf die Berge.

Wegen der großen Höhe können selbst kurze Spaziergänge manchmal anstrengend werden. Doch die Atmosphäre Cuscos drängt einen ständig dazu, weiterzugehen und neue Straßen zu entdecken.

Besonders die Bereiche mit Steinstraßen und blauen Balkonen wurden zu einigen unserer Lieblingsorte.

Arco de Santa Clara: Das historische Tor der Stadt

Eines der Bauwerke, die uns in Cusco am meisten beeindruckten, war der Arco de Santa Clara. Wenn man unter dem großen Steinbogen hindurchblickt, vereinen sich alte Straßen, Kirchtürme und die Anden im selben Bild.

Hier blieben wir eine Weile stehen und beobachteten einfach die Menschen. Der Gedanke, dass seit Jahrhunderten Menschen genau an diesem Punkt vorbeigegangen sind, erzeugt ein sehr eindrucksvolles Gefühl.

Eine der stärksten Seiten Cuscos ist, dass es seine Vergangenheit nicht verbirgt. Die Stadt zeigt ihre Geschichte überall.

Lokales Leben und die Andenkultur Perus

Cusco besteht nicht nur aus historischen Bauwerken. Der wahre Geist der Stadt verbirgt sich auch ein wenig im Alltag.

Besonders auffällig waren die verschiedenfarbigen Maissorten, die wir auf den Märkten sahen. In Peru scheint Mais nicht nur ein Lebensmittel zu sein, sondern ein wichtiger Teil der Kultur.

Die großen Maiskolben in violetten, weißen und gelben Tönen waren sowohl optisch als auch geschmacklich sehr unterschiedlich. Besonders der große weiße peruanische Mais interessierte uns sehr.

Menschen, die in traditioneller Kleidung durch die Straßen gehen, kleine Geschäfte und lokale Märkte lassen spüren, dass Cusco noch immer eine lebendige Andenstadt ist.

Proteste und die lebendige Identität Cuscos

Beim Spaziergang durch die Stadt stießen wir auch auf Proteste der indigenen Bevölkerung. Wiphala-Flaggen, traditionelle Kleidung, Transparente und Menschen, die vor der Polizei warteten, fielen zunächst sehr auf.

Doch nachdem man eine Weile zugesehen hat, versteht man, dass dies ein Teil der wirklichen Identität Cuscos ist.

Hier ist die Inka-Vergangenheit nicht nur ein touristisches Detail. Indigene Kultur, Geschichte und der Kampf um Identität leben noch immer im Alltag weiter.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum Cusco so beeindruckend ist. Denn diese Stadt erzählt nicht nur von der Vergangenheit; sie lebt sie weiter.

Beim Abschied von Cusco

Als wir Cusco verließen, blieben uns nicht nur die historischen Bauwerke im Gedächtnis. Die Atmosphäre, die wir beim Gehen durch die Steinstraßen spürten, die raue Luft der großen Höhe, die Menschen auf dem Platz und die Tatsache, dass die Andenkultur in der Stadt noch immer so stark ist, beeindruckten uns am meisten.

Manche Städte werden nur besucht.

Andere werden gefühlt.

Für uns gehörte Cusco definitiv zu den Orten der zweiten Gruppe.

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Für weitere historische Informationen über Cusco können Sie Cusco – Wikipedia Deutsch besuchen.


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